Nobel geht die Welt zugrunde: Fünf-Sterne-Bunker für Pandemie-Ernstfall

Nobel geht die Welt zugrunde: Fünf-Sterne-Bunker für Pandemie-Ernstfall

Superreiche sorgen für den Ernstfall vor und kaufen sich in unterirdischen Überlebensbunkern ein. Aber auch Schutzräume für jedermann boomen seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie.

Von Matthias Christler

Maske auf und durch. So schützen sich derzeit Millionen von Menschen, um sicher durch die Corona-Krise zu kommen. Die 700 kg schwere Beton-Türe zu, runter in den Bunker und hinter mir die Sintflut. So wollen sich einige wenige Menschen schützen, falls eine Pandemie wie jetzt außer Kontrolle gerät oder andere Katastrophen – vom Atomkrieg bis zum Killerkometen – das Überleben bedrohen. Und das kostet.

Deshalb sind es vor allem Superreiche, für die luxuriöse Bunker angeboten werden. Eines der bekanntesten ist das Survival-Condo-Projekt in einem aufgelassenen Raketensilo in Kansas (USA), wo 70 Menschen fünf Jahre lang in einem 15-geschößigen Komplex unter der Erde leben könnten. Die Kosten reichen von 1,5 Millionen Dollar für eine Wohnung bis zu 4,5 Millionen Dollar für ein Penthouse.

Galten bislang vor allem reiche US-Amerikaner als empfänglich für eine Art „Arche Noah“-Hotel, dürfte es inzwischen auch einen Markt dafür in Europa geben.

Der Kalifornier Robert Vicino plant mit seiner Firma Vivos ein Mega-Projekt: Er will ein Stollensystem in Thüringen, in dem im Zweiten Weltkrieg die Firma Carl Zeiss Jena kriegswichtige Produktion ausgelagert hatte, in eine kleine unterirdische Stadt verwandeln – neben Luxus-Wohnungen soll es Schwimmbad, Bar und Kunstgalerie geben. Auf Anfrage der TT preist er „Vivos Europe One“ so an: „Das ist ein humanitäres Überlebensprojekt, das auf alle Ereignisse vorbereitet ist. Unsere Mitglieder sind nicht nur Prepper (Personen, die sich auf Katastrophen vorbereiten, Anm.) und die Elite, sondern es sind gut ausgebildete, durchschnittliche Menschen mit einem Bewusstsein für globale Ereignisse“, sagt er.

Source – tt.com
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